Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

das Vertrauen in unser Gesundheitssystem lebt davon, dass Beiträge dort ankommen, wo sie hingehören: bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung. Doch nach den aktuellen Zahlen vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung haben Abrechnungsbetrug und Korruption allein in den Jahren 2022 und 2023 Schäden von über 200 Millionen Euro verursacht, vor allem durch betrügerische Pflegedienste. Hinter diesen Summen verbergen sich nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch Gefahren für die Sicherheit von Patienten.

Reformen für echte Sicherheit

Die Pflege bleibt der Brennpunkt. Fast die Hälfte aller Betrugshinweise betrifft diesen Bereich – von nicht erbrachten Leistungen bis hin zu unqualifiziertem Personal. Aber auch Arzneimittelbetrug, etwa durch gefälschte Rezepte für teure Präparate, nimmt rasant zu. Solche Fälle belasten nicht nur die Kassen, sie gefährden das Vertrauen in die gesamte Gesundheitsversorgung.

Künstliche Intelligenz kann helfen, komplexe Betrugsmuster in Abrechnungsdaten frühzeitig zu erkennen. Doch damit dies gelingt, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen und den Mut, bestehende Strukturen zu modernisieren. Nicht Übergangslösungen, sondern eine echte Reformagenda ist gefragt, damit jeder Beitrag, den Versicherte leisten, dort ankommt, wo er gebraucht wird: für Gesundheit, Prävention und Pflege.

Künstliche Intelligenz kann helfen, komplexe Betrugsmuster in Abrechnungsdaten frühzeitig zu erkennen.

Gut informiert besser entscheiden

Sie denken über einen Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) nach? Das sollten Sie sich sehr gut überlegen. Denn die PKV plant für das Jahr 2026 erhebliche Beitragserhöhungen. Laut der öffentlichen Medien im Durchschnitt um 13 Prozent. Abgesehen davon müssen Sie vor dem Wechsel Ihren Gesundheitszustand offenlegen. Vorerkrankungen gehen mit hohen Risikozuschlägen einher. Und im Rentenalter kann es zu finanziellen Engpässen durch die hohen Beiträge kommen. Der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenkasse ist in den meisten Fällen dann nicht mehr möglich.

Auch die finanzielle Situation der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ist extrem angespannt. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird 2026 bei mindestens 2,9 Prozent wahrscheinlich über 3 Prozent liegen und damit ca. 1 Prozent über dem derzeitigen Beitrag der BKK EWE. Den steigenden Kosten wird sich die BKK EWE nicht entziehen können. Die Entscheidung durch den Verwaltungsrat der BKK EWE über die Höhe des Zusatzbeitrags 2026 der BKK EWE stand bei Redaktionsschluss für diese Aufgabe noch aus.

Weihnachten rückt näher. Genießen Sie diese Zeit im Kreise Ihrer Liebsten.
Eine besinnliche Zeit und einen guten Rutsch wünscht Ihnen

Ihr Vorstand
Torsten Greulich

Veröffentlicht: 01.12.2025 - Aktualisiert: 03.12.2025