Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
das wird ein heißer Herbst, auch wenn es um die Gesundheitspolitik geht. Neben weiteren Reformen soll das „Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz – KHVVG“ eine (längst fällige) Revolution im Krankenhaussektor auslösen, so Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Der dazu notwendige Umbau soll durch einen Transformationsfonds in Höhe von 50 Milliarden € ermöglicht werden. Es ist vorrangige Aufgabe des Staats, hier der Bundesländer, den Auf- und Umbau der Krankenhausversorgung zu gewährleisten – die Krankenkassen tragen die laufenden Benutzerkosten.
Krankenhausreform zu Lasten der Beitragszahler
Zur Hälfte sollte die Finanzierung durch den Bund erfolgen. 25 Milliarden € durch Steuergelder wurden durch einen Federstrich ausschließlich auf die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung abgewälzt. Dies führt unmittelbar zu deutlichen Beitragssatzerhöhungen bei den Krankenkassen. Eine ausgewogene Sozialpolitik sieht anders aus und schwächt durch die dadurch entstehende Erhöhung der Lohnnebenkosten auch den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Auch die ambulante Versorgung soll verbessert werden: Den Hausarztberuf attraktiver zu machen, die regionale sowie die hausärztliche Versorgung zu stärken – das sind einige der Ziele des „Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes – GVSG. Fragwürdig und unausgegoren sind die Vorgaben zur hausärztlichen Vergütung, die keine Verbesserung der Versorgung bringen, dafür aber die ohnehin kritische Finanzsituation der Gesetzlichen Krankenversicherung weiter verschärfen werden.
Finanzierbare und bedarfsgerechte Krankenversicherung sei in Frage gestellt
Es bleibt abzuwarten, wie die Gesetzesvorhaben letztlich umgesetzt werden. Die bisherige Entwicklung trägt aber dazu bei, das Vertrauen der Versicherten in eine bedarfsgerechte und finanzierbare gesetzliche Krankenversicherung in Frage zu stellen.
Ein Gesetz wurde allerdings mittlerweile umgesetzt. Die ePA (elektronische Patientenakte) für alle kommt Mitte Januar 2025. Eine große Herausforderung für die Beteiligten. Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Realisierung und werden Sie in Kürze mit einem persönlichen Schreiben informieren.
Getreu dem Motto „Zurück in die Zukunft“ werden wir ab Mitte September wieder unsere „neuen, alten“ Räumlichkeiten in der Donnerschweer Straße 20 in Oldenburg beziehen. Welche Vorteile das für Sie hat, lesen Sie im folgenden Artikel Zurück in die Zukunft.
Die Tage werden zwar kürzer, aber der Herbst bringt auch viele schöne Momente. Freuen Sie sich auf Spaziergänge durch raschelndes Herbstlaub oder auch auf gemütliche Stunden zu Hause.
Eine schöne Zeit wünscht Ihnen
Ihr Vorstand
Torsten Greulich
Veröffentlicht: 28.08.2024 - Aktualisiert: 30.08.2024